Aug 212014
 

Zur Diskussion um deutsche Waffen und Einsätze der Bundeswehr am Beispiel Nordirak Versuch einer Intervention  Von  Olaf Simonsen, Glashütten im Taunus  PDF   (Adobe Reader herunterladen)  Die Charta der Vereinten Nationen und das Grundgesetz dürfen nicht verbogen werden!  Seit einiger Zeit sendet die Politik verstärkt Signale, dass sie einen Wechsel vorbereiten will von der bisherigen Politik der Nichtintervention in Krisengebiete hin zu einer “humanitären Intervention”. Begründet wird dies mit dem fragwürdigen Argument, die Bundesrepublik Deutschland müsse aufgrund ihrer Bedeutung mehr Verantwortung in der Weltpolitik übernehmen.  Für militärisches Eingreifen bemüht man den Deckmantel humanitärer Intervention  Diese Auffassung ist unverantwortlich. Sie verstößt [mehr]

Aug 212014
 

“Windelweiche Leitlinien” Der frühere Vize des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle warnt: Das neue Außenwirtschaftsgesetz soll bloß die Rüstungsindustrie beschäftigen.  PDF  (Adobe Reader herunterladen)  taz: Herr Simonsen, die Regierung will das Außenwirtschaftsgesetz bloß “entschlacken”. Warum sorgen Sie sich? Olaf Simonsen: Die Bundesregierung und das Parlament verhandeln nicht die wahren Gründe, warum das Außenwirtschaftsgesetz umgeschrieben wird. “Entschlackung“ heißt in Wirklichkeit: Nicht Frieden und Sicherheit sollen Kriterien der Rüstungsexporte sein, sondern die Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen. Das Problem der Auslastung der Rüstungsbetriebe bei verminderter Nachfrage der Bundeswehr soll dadurch gelöst werden. Wo ist die Neuigkeit? Bislang hat das Gesetz bei einer Genehmigungsquote von 98 [mehr]

Aug 182014
 

Dokumente zur unterstellten Stasitätigkeit von Willibald Jacob  PDF der Orginaldokumente PDF dieser Webseite (Adobe Reader herunterladen)  “Enttarnt: Stasi-Pfarrer sitzt im Bundestag” in “Bild” vom 20.08.1997 Beschluss des Landgerichts Hamburg vom 27.08.1997 “Einer, der in kein Schubfach passt” in “Neues Deutschland” vom 19.09.1997 “Sie hielten uns damals für dumm und heute wieder” von Willibald Jacob, veröffentlicht im “Peene-Blitz” am 21.09.1997 “Anhaltspunkte für eine Stasiverstrickung des Bundestagsabgeordneten Dr. Willibald Jacob werden nicht festgestellt” in der Pressemitteilung des Deutschen Bundestages vom 12.12.1997  Links                                        [mehr]

Aug 162014
 

Von Hans-Joachim Neubauer Pfarrer versus Pfarrer: Klaus Galley und Siegfried Menthel kritisieren den Bundespräsidenten für seine Haltung zum Militär. Es geht um einen christlichen Weg zum Frieden. Und um das Erbe der DDR-Geschichte  Klaus Galley hat eigentlich keine Zeit. Vorgestern kam er von einer Paddeltour zurück, morgen geht es nach Breslau. Kurzärmeliges Hemd, muskulöse Unterarme, er sieht aus wie Mitte, Ende 60. Fester Händedruck. Auch Siegfried Menthel sieht man sein Alter nicht an: wache Augen, lockere Haltung, die gespannte Ruhe eines Mannes, der es gewohnt ist, vor Publikum zu sprechen. Pfarrer sein hält jung: Galley ist 80, Menthel 70. Zehn [mehr]

Aug 162014
 

Lieber Herr Bundespräsident, Sie fordern, dass Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernimmt. Auch militärisch. Wissen Sie wirklich, wovon Sie reden? Ich bezweifle es und habe daher vier Vorschläge: Ein Besuch im syrischen Aleppo oder in Homs. Damit Sie einmal persönlich erleben, was Krieg bedeutet.  Vier Wochen Patrouillenfahrt mit unseren Soldaten in afghanischen Kampfgebieten. Sie dürfen auch Ihre Kinder oder Enkel schicken.  Ein Besuch eines Krankenhauses in Pakistan, Somalia oder im Yemen – bei unschuldigen Opfern amerikanischer Drohnenangriffe.  Ein Besuch des deutschen Soldatenfriedhofes El Alamein in Ägypten. Dort liegen seit 70 Jahren 4.800 deutsche Soldaten begraben. Manche waren erst [mehr]

Aug 152014
 

Von Rupert Neudeck PDF  (Adobe Reader herunterladen)  Wer denkt, zumindest früher gab es eine richtige Friedensbewegung, täuscht sich. Wir sind diesen Weg noch nie gegangen. Jeden Abend ist die Hilflosigkeit der Politik in der Tagesschau zu besichtigen. Worthülsen, diplomatische Verzierungen – ob Politiker oder “Experten”, egal: man weiß nicht mehr ein noch aus. Also gehen die Katastrophen in Syrien, in Gaza, im Irak, in Zentralafrika und auch in der Ukraine weiter und weiter. Alles ist ein-gefahren, ein-gemeindet, ein-institutionalisiert. Am schmerzlichsten ist es für mich, wenn die Kirchen oder Christen alldem ihren Segen geben. Eine ernsthafte Friedensbewegung hat es noch nicht [mehr]

Aug 112014
 

Erinnerungen von Werner Hanschmann, 2010  PDF  (Adobe Reader herunterladen)  Meine Mutter Elsa Erna Hanschmann geborene Hamm wurde am 13. April 1896 in ihrem Elternhaus in Oetzsch (bei Mügeln) geboren. In der evangelisch lutherischen Kirche in Atmügeln wurde sie am 26. Mai 1896, am Pfingstsonntag getauft. Ihre Mutter war Amalie Auguste Hamm geborene Claus. Ihr Vater war Ernst Richard Hamm, Maurerpolier und Gemeindevorstand der Gemeinde Oetzsch-Wetitz.  Während der ersten sechs Jahre genoss Erna eine frohe Kindheit unter Obhut ihrer fürsorglichen Mutter im Kreise ihrer Geschwister. Zu Ostern 1902 wurde sie Schülerin der Volksschule in Schweta, dem Nachbardorf. Die Gemeinde Oetzsch gehörte [mehr]

Aug 072014
 

Von Carl Paul PDF  (Adobe Reader herunterladen)  Seid getrost und unverzagt, alle die ihr des Herrn harret! Ps. 81, 25. Auf Bergeshöhen weitet sich der Blick. Wenn der Wanderer ins Hochgebirge steigt, wird der Ausblick von jeder erklommenen Höhe freier. Er sieht ins ferne, tiefe Tal zurück, aus dem er kommt. Steile Hänge oder Felswände, die ihn vorher schreckten, schrumpfen von oben gesehen zusammen. Die glücklich überwundenen Schwierigkeiten der Wanderung stärken seinen Mut. Er setzt nach kurzer Rast den Aufstieg zu dem von Wolken umlagerten Gipfel fort.  In ähnlicher Lage ist unsere Mission bei der gegenwärtigen Jahreswende. Beim Rückblick auf [mehr]

Aug 052014
 

Wenn Roma in den ungarischen Medien vorkommen, dann nur als angeblich “Kriminelle”. Journalisten werden sie selten. Krisztina Balogh versucht es trotzdem. Interview Dunja Ramadan PDF   (Adobe Reader herunterladen)  taz: Frau Balogh, die mangelnde Pressefreiheit in Ungarn wird oft kritisiert. Sie wollen Journalistin weiden – warum? Krisztina Balogh: Ich sehe es als meine persönliche Herausforderung an. Es gibt so viele Vorurteile über Roma in Ungarn, und ich würde gerne eine erfolgreiche Roma-Frau sein, die mit diesen Stereotypen aufräumt. Außerdem möchte ich ein gutes Beispiel für eine neue Generation von Roma sein, die ihren Platz in der Gesellschaft gefunden hat. Gibt es in [mehr]

Aug 042014
 

Von Gerhard Rein, Ende Juli 2014 Der Islam gehört zu Deutschland. Seit ein paar Jahren. Der Antisemitismus gehört zu Deutschland. Seit Jahrhunderten. Wissenschaftler haben immer wieder darauf hingewiesen, dass es in der deutschen Gesellschaft einen Bodensatz an Antisemitismus gibt, der ziemlich konstant zwischen fünf und zehn Prozent liegt. Wenn nun also der Bundespräsident und die Kanzlerin fast im Duett erklären, es gäbe in Deutschland keinen Platz für Antisemitismus, weder linker noch rechter, noch islamischer Couleur, dann ist das so geschichtsvergessen, so oberflächlich, so wohlfeil, dass ich nur den Kopf schütteln kann. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden in [mehr]