Jul 092018
 
Dringende Warnung vor 5G

Der neue Mobilfunkstandard 5G, den die Swisscom noch bis Ende dieses Jahres einführen will, ist revolutionär: 100-mal mehr Daten in 100-mal höherer Geschwindigkeit wird dem Konsumenten versprochen. Wie aber sieht es mit den Schattenseiten dieser neuen Mobilfunktechnik aus?

Quelle


Arbeitskreis Elektro-Biologie e.V.

Taubenstr. 14 * D-85649 Brunnthal * Tel. (+49) 8102-4420 * Fax. (+49) 8102-773914 Internet: www.elektrobiologie.org

1. Vorstand: Dr. Claus Scheingraber

AEB e.V. * Taubenstraße 14 * D-85649 Brunnthal

Mr. Elon Musk

Corporate Secretary Tesla, Inc. 3500 Deer Creek Road Palo Alto, CA 94304 United States
18.06.2018

Offener Brief

 

Planet Erde: Flächendeckende 5G-Mobilfunkstrahlung aus dem Orbit?

Sehr geehrter Herr Direktor Musk,
auch in Europa hat uns die Nachricht erreicht, dass Sie tausende Satelliten in den Weltraum schießen lassen wollen, damit 5G-Mobilfunk überall auf der Erde lückenlos präsent sein kann:

https://www.golem.de/news/spacex-elon-musk-will-11-943-satelliten-fuer-das-internet-1703-126545.html
https://www.engadget.com/2017/06/21/esa-satellite-for-5g-partnership/

Aus rein technologischer Sicht ist das ein sehr gutes Vorhaben. Aber haben Sie auch darüber nachgedacht, was das ökologisch bedeutet? Wissen Sie, dass Mobilfunk möglicherweise Krebs hervorrufen kann? Und dass so mancher Mensch unter Elektrosensibilität leidet? Ja dass es Indizien dafür gibt, dass Mobilfunk sogar Tieren und Pflanzen zusetzt:

https://ehtrust.org/worlds-largest-animal-study-on-cell-tower-radiation-confirms-cancer-link/ 

Bitte nehmen Sie sich Zeit, um aktuell nachzulesen: National Toxicology Program. NTP technical report on the toxicology and carcinogenesis studies in B6C3F1/N mice exposed to whole-body radio frequency radiation at a frequency (1,900 MHz) and modulations (GSM and CDMA) used by cell phonies (scheduled peer review, March 26, 2018):

https://ntp.niehs.nih.gov/ntp/about_ntp/trpanel/2018/march/tr596peerdraft.pdf

Schon 2014 erklärte der US-amerikanische Mobilfunk-Experte Martin Blank in seinem Buch „Overpowered“: Die herkömmliche Einteilung in ionisierende, möglicherweise krebserzeugende Strahlung und nicht-ionisierende (Mobilfunk) ist willkürlich. Sehr lesenswert ist auch Riadh W. Y. Habash: Bioeffects and Therapeutic Applications of Electromagnetic Energy, London/New York 2007 (149ff: Bioeffects and Health Implications of Radiofrequency Radiation). 2014 wurde in einem wissenschaftlichen Aufsatz aufgrund der Gesamtstudienlage vermerkt, dass gerade auch schwache Strahlung gesundheitsschädlich ist (M. Naziroglu/H. Akman: Effects of Cellular Phone-and WiFi-Induced Electromagnetic Radiation on Oxidative Stress and Molecular Pathways in Brain, in: I. Laher [Hg.]: Systems Biology of Free Radicals and Antioxidants, Berlin/Heidelberg 2014, 2431-2449). Auch hat die international zusammengesetzte BioInitiative Working Group berichtet, dass immer mehr Beweise für ein Gesundheitsrisiko in Verbindung mit Wireless-Technologie vorliegen. Und lesen Sie nach auf

http://micro wavenews.com/news-center/gbms-rising-uk .

Ihr Satelliten-Projekt ist bestimmt schon fortgeschritten. Aber auch, wenn schon viel Geld investiert worden ist, gilt es zu bedenken: Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis sich die Tatsache des gesundheitlichen Schädigungspotentials von Mobilfunk und gerade auch von 5G-Mobilfunk nicht mehr übergehen lassen wird. Wir empfehlen umso mehr, von dem Satelliten-Projekt abzulassen. Und wir in Europa bitten Sie sehr, auch andere Firmen, die entsprechende Pläne verfolgen, in diesem Sinne zu informieren.

Es ist enorm wichtig, die möglichen gesundheitlichen Folgeschäden ernsthaft zu betrachten – und dann möglichst umzukehren. Sie, lieber Herr Musk, haben in letzter Zeit bei anderen Projekten bewiesen, dass Sie zum Umdenken flexibel genug sind. Deshalb haben wir den Mut, Ihnen zu schreiben. Danke für Ihr Verstehen!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. dent. Claus Scheingraber (Vorsitzender)
Roland Wolff (Medizinphysiker Vorstand)

Mitunterzeichner:
Prof. em. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht (Berlin)
Prof. Dr. Helmuth Kern (Esslingen)
Prof. Dr. Heinz Albert Friehe (Salzgitter)
Prof. Dr. Ingrid Gerhard (Heidelberg)
Dr. med. Joachim Mutter (Freiburg)
Dr. med. Christine Aschermann (Leutkirchen)
Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam (Fuldatal)
Dr. med. Markus Kern (Kempten)


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