Dez 202016
 

Grenzen und Kolonialismus Von Willibald Jacob, Pfingsten 2016 Ein uraltes Thema. Und wir haben einen der größten Dichter als Zeugen: Homer. Sein Anti-Kriegs-Drama „Ilias“ handelt von Grenzen, der Entstehung von Reichen, von Kriegen zwischen der Hüterin der Meerenge Troja und in seiner „Odyssee“ von den Kolonien der Griechen. Der Krieg gehört zu Grenzen und Kolonien. Als Troja unterging, floh der legendäre Gründer Roms, Äneas. Fortsetzung

Jul 052016
 

Jesus Christus – Grenzgänger Von John Arnold, Canterbury Juli 2016 Zum Gedenken an Dietrich und Charlotte Gutsch – „geliebt und einander zugetan, im Leben und im Tod nicht geschieden“. Im ersten Jahrhundert AD war das Land Palästina voller Grenzen, administrativen, juristischen, sprachlichen, ethnischen und religiösen Grenzen, sowie geographischen, denn es war begrenzt vom Mittelmeer im Westen, vom Jordantal und vom Toten Meer im Osten, von Libanons Bergen im Norden und von der Negeb Wüste im Süden. Zu den Landesgrenzen gehörten die Grenzen von Judäa und Galiläa, getrennt voneinander durch Samaria, das so feindlich gesinnt war, dass die Juden lieber [mehr]

Jun 282016
 

Wie geht es mit Europa weiter? Inhalt Europa der Regionen Schaffen wir die Nationalstaaten ab! Eine Einladung mutig über Europa nachzudenken Video zu den Vorstellungen von Ulrike Guérot Links Was ist hinter der Grenze von Europa? 1. Europa der Regionen: Wie die Regionen in Europa gestärkt werden können Von Dr. Ulrike Guérot Europa verliert seinen Raum. Ländliche Gebiete werden in ganz Europa von zentralen Infrastrukturnetzen abgekoppelt und verlieren überdies recht drastisch an Einwohnern. Sie sind – übrigens nicht nur in Europa – die eigentlichen Globalisierungsverlierer (in den USA nennt man sie overfly country), auch wenn das natürlich nicht pauschal [mehr]

Apr 302016
 

Kann man das: Rechts denken und christlich handeln? Manche Menschen meinen, das passe gut zusammen. Andere stemmen sich mit Macht dagegen. Auf den Spuren eines Konflikts. Von Britta Baas und Bettina Röder Martin Hundertmark ist nicht nur Fußballfan. Der 44-Jährige, der schon mal mit den Thomanern kickt, ist auch Pfarrer mit Leib und Seele. Seit Kurzem an der Thomaskirche in Leipzig, schlägt sein Herz für Bach. Doch als er Anfang des Jahres an einer Motettenpredigt saß, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen. Er hatte sich Anregungen aus dem gerade erschienenen Themenheft zu Luther und der Reformation holen wollen, [mehr]

Mrz 112016
 

Asylrecht nach Maßgabe der Möglichkeiten Von Thomas Fischer Prominente Intellektuelle fordern: Asylrecht solle künftig nur „nach Maßgabe der Möglichkeiten“ gewährt werden. Eine wahrhaft innovative Rechtsidee! Tabula rasa Nun muss doch noch einmal etwas gesagt werden zur viel diskutierten „Flüchtlingsfrage“. Denn es fordert seit vergangener Woche Heinrich August Winkler, der Chefinterpret der deutschen Geschichte, das Nachdenken dürfe nicht länger „tabuisiert“ werden. Diesem Vorschlag stimmten zu Herr Christoph Schwennicke, der Chefredakteur des Presseorgans Cicero, sowie Herr Thomas Kreuzer, Präsidiumsmitglied und Fraktionsvorsitzender der CSU im Bayerischen Landtag. Man traf sich auf öffentlicher Bühne in Anwesenheit von Kameras und zwei Journalistinnen. Das Event [mehr]

Mrz 092016
 

Steuern, Bildung, Hartz IV: Was die AfD wirklich will Von Günter Metzges Bisher ist die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) vor allem für ihre Position in der Flüchtlingsdebatte bekannt. Doch wie steht es um den Mindestlohn, Frauenrechte, Bildung und Hartz IV? In 10 Punkten beleuchten wir, was die Partei will – und was das für uns bedeutet. 1. Was sagt die AfD zu Familie? Die AfD-Chefin Frauke Petry will das „Schrumpfen als deutsches Volk“ verhindern, indem Eltern drei Kinder bekommen. Um dieses Wunschbild einer deutschen Familie zu etablieren, will die AfD „[…] auf die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einwirken und [mehr]

Feb 212016
 

ÖRK/UN-Konferenz fordert koordiniertes Handeln in der Flüchtlingskrise Im Anschluss an die hochrangige ÖRK/UN-Konferenz über die Flüchtlingskrise in Europa, die am 18. und 19. Januar 2016 im Ökumenischen Zentrum in Genf stattgefunden hat, wurde eine Erklärung mit dem Titel >Europas Reaktion auf die Flüchtlings- und Migrantenkrise, von den Ursprungsorten über die Durchgangsstationen bis zur Aufnahme und Zuflucht: ein Aufruf zu gemeinsamer Verantwortung und koordiniertem Handeln< herausgegeben. Der gemeinsam vom Ökumenischen Rat der Kirchen, dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF, dem UN-Bevölkerungsfonds UNFPA und dem Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) veröffentlichte Text lautet wie folgt: Am 18. und 19. Januar 2016 [mehr]

Feb 132016
 

Flüchtlingspolitik Peter Sloterdijk, Philosoph aus Karlsruhe, behauptet, dass der Islam mit einem modernen Staat und einer modernen Gesellschaft nicht vereinbar sei. Die Scharia verhindere den Aufbau einer bürgerlichen Verfassung im islamischen Kulturkreis. Sloterdijk sieht auch einen engen Zusammenhang zwischen der Macht des islamistischen Terrorismus und der westlichen Mediengesellschaft: Terror sei »ein Genre der medialen Entertainmentindustrie«, die dem »Primat der Sensation verpflichtet ist«. Terror verspreche die höchste Aufmerksamkeitsprämie. Daher plädiert Sloterdijk für eine Nachrichtensperre nach Anschlägen. Quelle: Publik-Forum Nr. 3 2016 Angela Merkel, die Flüchtlinge und das Regiment der Furcht Interview der Zeitschrift Cicero Fragen: Alexander Kissler und Christoph Schwennicke [mehr]

Jan 282016
 

Flüchtlingskrise und Willkommenskultur von Arian Schiffer-Nasserie 1. „Flüchtlingskrise“ in Deutschland – Was ist das? Menschen verlassen ihre Heimat aufgrund von materieller Existenznot, Umweltzerstörung und Krieg. Das ist ganz und gar kein neues Phänomen. „Flüchtlingskrise“ in diesem brutalen Sinn herrscht vielmehr seit über 60 Jahren und gehört zur ökonomischen und politischen Verfassung der herrschenden Weltordnung offenbar systematisch dazu. Davon jedenfalls gehen die maßgeblichen Staaten ganz selbstverständlich aus, wenn sie – bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg – in Form der Genfer Flüchtlingskonvention und dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR – den künftigen zwischenstaatlichen Umgang mit dem menschlichen Elend ihrer internationalen Konkurrenz verabreden. Und [mehr]

Jan 222016
 

Bericht über die Flucht nach Deutschland Von Carolin Henkenberens Der Jeside Lavinj* ist aus dem Sindschar-Gebirge vor der Terrormiliz Daesch geflohen. Vier Wochen hat Lavinj seine Flucht vorbereitet, der Entschluss reifte viel länger. Es sind Wochen zwischen Vorfreude und Verzweiflung, zwischen Hoffnung und Trauer. Wochen, in denen es immer wieder vor und oft zurück geht, weil es mal so scheint, als würde alles platzen. Weil das Geld nicht reicht, weil die Familie nicht einverstanden ist, dass er nach Deutschland gehen will. In anderen Momenten scheint alles so einfach zu sein, Euphorie macht sich breit. Kennengelernt hat die Autorin Lavinj [mehr]