Nov 242017
 

Eine Streitschrift gegen der Krieg Hinführung Von Willibald Jacob Thomas Müntzer und Martin Niemöller – genannt in einer Schrift und in einem Atemzug, geht das? Der eine ein radikaler Pazifist, Niemöller – der andere, Müntzer, ein militanter Aufrührer. Niemöller, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nach 1945 und einer der Präsidenten des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf; Müntzer – ein ruheloser Pfarrer in Jüterbog, Zwickau, Allstedt und Mühlhausen, der mit den Autoritäten seiner Zeit in permanentem Konflikt lebte. Können wir die Botschaften dieser beiden Männer zusammendenken und von ihnen lernen – für heute? Indem ich diese [mehr]

Nov 082017
 

Beitrag zum Thema „Ideale und Träume“ der ÖJD-Senioren-Tagung Oktober 2017 in Neudietendorf Von Christoph Schnyder Träumt einer allein, so ist es nur ein Traum; Träumen viele zusammen, so ist es der Anfang von etwas Neuem. Haben wir Ältere noch Träume? Und wirken unsere Träume noch Kraft und Hoffnung? Dass Träume Wirkung haben können, haben wir Ältere bei Martin Luther King ganz konkret erlebt: „I have dream!“ Ich habe einen Traum! Und sein Traum – besser: der Traum der Bürgerrechtsbewegung – hat viel für eine Besserstellung der schwarzen Bevölkerung in den USA bewirkt. Der Traum der Bürgerrechtsbewegung hat seinen Ursprung [mehr]

Sep 142017
 

Belarus Eindrücke von einer Studienreise im Sommer 2017 Von Giselher Hickel „Natürlich weiß ich seit langem, dass Erinnerung von Politik nicht zu trennen ist.“ Shlomo Sand, Tel Aviv, 2017 Polazk ist die älteste Stadt von Belarus. Wenn man auf der Hauptstraße, dem alleeartigen Francyska-Skaryny-Prospekt, spaziert, stößt man auf ein Denkmal, das den geografischen Mittelpunkt Europas markiert. Man mag darüber lächeln, denn es ist dies nicht der einzige Ort, der diese Würde für sich beansprucht. Die Berechnung ist bei der unregelmäßigen Gestalt unseres Kontinents höchst uneindeutig. Dennoch, von Minsk bis Orenburg an der Grenze zu Asien sind es 2500 km, [mehr]

Aug 262017
 

How to Get Away With Murder In India, With a Town Watching By ELLEN BARRY PEEPLI KHERA, India – On my last week in India, I went to say goodbye to Jahiruddin Mewati, the chief of a small village where I had made a dozen reporting trips. Jahiruddin and I were not precisely friends, but we had spent many hours talking over the years, mostly about local politics. I found him entirely without scruples but candid. He suspected my motives but found me entertaining, in the way that a talking dog might be entertaining, without regard for the particulars [mehr]

Aug 142017
 

Wie Lebensmittel-Konzene Länder erobern und Regierungen erpressen In den letzten 15 Jahren brachte die Weltmacht Food rund 2,2 Millionen Quadratkilometer landwirtschaftliche Nutzfläche unter ihre Kontrolle – das entspricht einer Fläche, in die Deutschland sechsmal hineinpassen würde. Sie kommen ohne Ankündigung ins Dorf – und sie verhandeln nicht. In wenigen Minuten zerstören rund 700 Soldaten die Siedlung Sungai Beruang im indonesischen Regenwald. Eine Chance zur Gegenwehr haben die Dorfbewohner gegen die mit Gewehren und Bulldozern ausgerüsteten Angreifer nicht: Die Truppe macht von einer Sekunde zur anderen etwa 100 Menschen vom Volk der Suku Anak Dalam obdach- und heimatlos, illegal vertrieben [mehr]

Jul 162017
 

Ökumenische Aufbaulager in Hildesheim 1960 und 1961 Von Christoph Gäbler Nach über 55 Jahren habe ich versucht über die beiden Aufbaulager sowie über eine gemeinsame Freizeit eine Dokumentation herzustellen. Leider sind meine Unterlagen lückenhaft. Für Ergänzungen wäre ich dankbar. Inhalt Camp 1960 Wie entstand das Aufbaulager? Auszug aus dem Anschreiben an die Camper Presseschau Brief an andere Camps Briefe von anderen Camps   Berlin  Griechenland  London  Belgien  Worl Student Christian Federation  Dresden  Schottland  Libanon  Sülsdorf  Jordanien  Schweden Tagebuch Teilnehmerliste Auszug aus dem Bericht nach dem Camp Camp 1961 Das Arbeitsprojekt Presseschau Deutscher Brief an andere ökumenische Camps Englischer Brief an [mehr]

Jun 172017
 

Frieden schaffen Von Christoph Gäbler Ich möchte einige für mich wichtige Dokumente und Videos vorstellen, die für mich in der letzten Zeit wichtig geworden sind. Wir können uns nicht darauf verlassen, was die Medien uns berichten. Das Internet bietet die Chance, dass wir auch alternative Meinungen zur Kennnis nehmen können. Der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser erklärt in einem kurzen Video von 9 Minuten, warum wir nicht nur in Familien oder Schulen, sondern auch zwischen den Staaten auf Gewalt verzichten sollten. Was bedeutet Frieden? Warum sollten wir uns dafür engagieren? Also Frieden ist die Abwesenheit von Gewalt. In den [mehr]

Jun 152017
 

Frieden aus Geschichte lernen Von Daniele Ganser Am 24. September 2016 war Dr. Daniele Ganser in Wien und hielt für die Gruppe42 einen Vortrag im Odeon Theater. Das Interview wurde am Sonntag den 25. September von David Kyrill geführt. Bush & Blair – warum sind Bush und Blair nicht vor dem Strafgerichtshof in Den Haag? Die Antwort ist eben, weil sie im UNO-Sicherheitsrat sind und im UNO-Sicherheitsrat können sie mit einem Veto eine Verurteilung ihrer Kriege immer verhindern. David Kyrill: „Gruß Gott Internet, servus YouTube! Mein Name ist David Kyrill und heute haben wir hier für Gruppe 42 im [mehr]

Mai 162017
 

Pfarrer Thomas Müntzer und die deutschen Bauernkriege Thementag zum Reformationsjubiläum am 27. Mai 2017 in Magdeburg Von Pfarrer Dr. Willibald Jacob Inhalt Einleitung – 27. Mai 1525  1. Der neue Gottesdienst  2. Müntzer und die politische Ökonomie der Bauern  3. Reformatorische Theologie und Sozialethik der Bauerngemeinden  Ausblick – Werner Tübke  Anhang – Die zwölf Artikel der schwäbischen Bauern 1525  Anmerkungen  Literatur zum Weiterlesen  Links Einleitung – 27. Mai 1525 443 Jahre nach der Hinrichtung von Thomas Müntzer am 27. Mai 1525 erschien die erste kritische Gesamtausgabe seiner Schriften1. 443 Jahre hat die protestantische Christenheit gebraucht, hat die evangelische Theologie benötigt, [mehr]

Mai 032017
 

Nicht Offenheit, Abgrenzung bestimmt unser Leben Von Gerhard Rein, 1. August 2006 Auf unserer Seite hat die Straße, in der wir leben, nur elf Hausnummern. Alte, großbürgerliche, vierstöckige Gebäude, errichtet zwischen 1896 und 1903. Mit stuck- und gemäldeverzierten Eingängen, Seitenflügel und Hinterhaus, das man hier in der Gegend euphemistisch Gartenhaus nennt. Sechs der elf Häuser haben den letzten Krieg einigermaßen überstanden. Auf den Trümmern der anderen fünf können die dort hochgezogenen Neubauten aber mit den alten Gemäuern nicht konkurrieren, die die Blicke der Touristen auf sich ziehen. Im Haus Nummer 5 residiert seit einigen Monaten ein russisches Reisebüro, das [mehr]