Feb 062017
 

Unsere Verpflichtung zur Erinnerung und Aufklärung Von Walter Hiller, 26. Januar 2017 Am 3. Januar 1996 erklärte der Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum nationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus mit den Worten: „Die Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch künftige Generationen zu Wachsamkeit mahnen“. Die Vereinten Nationen erklärten anlässlich des 60. Jahrestages im Januar 2005 den 27. Januar zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, weil genau an diesem Tag, dem 27. Januar 1945, die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreite. Auschwitz ist Symbol für den Holocaust und die aus antisemitischem Rassenwahn [mehr]

Feb 012017
 

Neue Risiken für die Energiewende Von Eva Bulling-Schröter, 03.08.16 In einem Gastbeitrag für neue energie kritisiert Eva Bulling-Schröter die EEG-Novelle der Bundesregierung – und warnt davor, dass auch der Einspeisevorrang für Ökostrom fallen könnte. Das kurz vor der Sommerpause nach einer extrem kurzen parlamentarischen Beratung verabschiedete neue Erneuerbare-Energien-Gesetz beschneidet künftig den Ausbau und leitet eine Kehrtwende in der Erzeugerstruktur ein. Die dezentrale Kleinheit und Vielheit bei den Ökostromproduzenten wird großen, finanzstarken und professionell agierenden Projektierern und Investoren weichen. Diese gravierenden Veränderungen sind zwar mit einer Welle des Protests aus der Branche und aus der Opposition begleitet worden, blieben aber [mehr]

Jan 302017
 

Die Seele überragt den Tod Von Klaus A. Baier 1. Viele reden von der Seele – nur wir Theologen trauen uns nicht. Ich gebe es ja gleich zu. Ich habe Probleme mit dem Wort Seele. Ich habe sie lange verdrängt. Ich hielt mich an Wittgensteins Maxime „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen“, dass man also nichts sagt, als was sich sagen lässt und einem, der etwas Metaphysisches sagt, nachweist, das er gewissen Zeichen in seinen Sätzen keine Bedeutung gegeben hat – und das hinsichtlich metaphysischer Redeweise auch nie wird leisten können. Wir können zwar bestimmte Phänomene [mehr]

Jan 272017
 

Rezension des Buches „Kinder in Balance“ Von Dorit Zimmermann, Norbert Heinrich und Hans Dieter Wöhrle TQJ Verlag, Steinbergkirche 2016, Preis 24,80€ Dieses Buch enthält ein umfangreiches Übungsprogramm für Kinder. Es ruht auf der chinesischen Tradition des T´ai Chi und des Qigong, die es übernimmt, um Kindern eine umfassende und neue Lernmöglichkeit zu bieten, wie sie bei uns im „Westen“ so noch nicht zur Entfaltung kam. Dabei ist es zunächst nicht notwendig, sich in die zugrundeliegende chinesische Philosophie zu vertiefen. Zwar wird der Begriff „Qi“ eingeführt und zum Konzept des „Atmens“ in Beziehung gesetzt, die Polarität des Yin und Yang [mehr]

Jan 192017
 

Martin Niemöller Von Heinrich Fink »Was würde Jesus dazu sagen?« Diese Frage war für Martin Niemöller nie eine fromme Floskel. In schwierigen Situationen holte er sich Rat bei Gottes Sohn. So nach 1933, als es der »Glaubensbewegung Deutscher Christen« gelang, mit Hilfe der neuen Machthaber Schlüsselpositionen in der Kirchenleitung und Synode zu besetzen und die Einführung des Arierparagrafen auch im kirchlichen Bereich durchzusetzen. Der vor 125 Jahren, am 14. Januar 1892, in Lippstadt in einem konservativen westfälischen Pfarrhaus Geborene rief seine Amtsbrüder zur Gründung eines »Pfarrernotbundes« auf, aus dem die Bekennende Kirche erwuchs. Anfang 1934 kam es bei einer [mehr]

Jan 192017
 

Martin Niemöller am 26. Juli 1961 in Treuenbrietzen Von Willibald Jacob In jedem Jahr unternimmt der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mindestens eine Vortragsreise in die DDR und besucht dabei fast an jedem Tag eine Kirchengemeinde; wenn nicht gar zwei. Viele Menschen möchten diesen Mann hören, andere bleiben mit deutlicher Ablehnung zu Hause. Im Frühsommer 1961 gebe ich bekannt, dass ich Martin Niemöller nach Treuenbrietzen eingeladen habe. Ein Ladenbesitzer reagiert: „Wenn Bischof Dibelius gekommen wäre, dann hätten wir unser Geschäft zugemacht und wären in die Kirche gekommen.“ Der synodale (politische) Disput von 1950 beginnt auf einer [mehr]

Jan 172017
 

GLOBALISIERUNG ODER NATIONALISMUS Von Colin Crouch Die traditionellen Identitäten der Wähler in den westlichen Industrieländern haben ihren Daseinszweck verloren. Darunter leiden vor allem die Sozialdemokraten. Als 2008 die Finanzkrise die Welt erschütterte, richtete sich die Wut der Menschen vor allem gegen die Eliten in der Finanzwelt und in der Politik. Inzwischen leben Ausländerhass und Einwandererfeindlichkeit wieder auf. Diese Entwicklung lässt sich nicht verstehen, ohne die Veränderungen zu betrachten, die sich zurzeit auf den beiden wichtigsten Achsen der politischen Konflikte in modernen Gesellschaften vollziehen, zwischen Umverteilung und Ungleichheit auf der einen Achse sowie liberalen und autoritären beziehungsweise nationalistischen Werten auf [mehr]

Jan 152017
 

Erinnerung an 33 Jahre Sozialarbeit in Indien Protokoll einer Reise nach Indien vom 23. Oktober bis 6. November 2016 Von Willibald Jacob, Govindpur/Berlin 2016 Arbeitsgemeinschaft Indien Craftsmen Trainings Center (CTC) und Entwicklungspolitische Gesellschaft (EPOG) bei Solidaritätsdienst Interntional e.V. (SODI) Inhalt Erste und letzte Eindrücke Einige der letzten Dörfer der Welt 25. Oktober 2016 – Burda in Westbengalen 26. Oktober 2016 – Fahrt nach Govindpur Exkurs: Aufstand im Dschungel 27. Oktober 2016 – Die Kirchenfarm und Benjamin’s Wald 27. Oktober 2016 – Das Dorf Chalungi 28. Oktober 2016 – Fahrt in den Urwald: Kahupani 29. Oktober 2016 – Auf dem [mehr]

Jan 142017
 

Bauern – Pastoren – Handwerker Von Willibald Jacob  Inhalt Vorwort   Zehn Dorfgeschichten Kaika – Vorbild am Rande des Dschungels  Govindpur-Gusatoli – Der Dorftischler wird Fahrlehrer   Burda – Von der Fahrschule zur Schmiede  Nunia – Pracharak und Zuckerrohrbauer Lomboi-Ginikera – Die ambulante Fahrschule  Govindpur – Holzmangel, der Teich und der deutsche Baumgärtner  Bano-Lacheagarh – Fahrschule, Reparaturwerkstatt und der Pfarrer als Betriebsleiter Karimati – Die Mangoplantage und der Parish Chairman als Baumgärtner Hulhundu – Wissenschaft und Natur Kahupani – ein Neuanfang – ein Weg wohin?  Fünf Gedanken zur Arbeit der Craftsmen Training Centres  Jugend ohne Bildung?   Kooperation mit Nichtchristen  Training [mehr]

Dez 202016
 

Grenzen und Kolonialismus Von Willibald Jacob, Pfingsten 2016 Ein uraltes Thema. Und wir haben einen der größten Dichter als Zeugen: Homer. Sein Anti-Kriegs-Drama „Ilias“ handelt von Grenzen, der Entstehung von Reichen, von Kriegen zwischen der Hüterin der Meerenge Troja und in seiner „Odyssee“ von den Kolonien der Griechen. Der Krieg gehört zu Grenzen und Kolonien. Als Troja unterging, floh der legendäre Gründer Roms, Äneas. Fortsetzung