Aug 012014
 

Deutscher Lehrer in Prag Von Christoph Rommel  PDF   (Adobe Reader herunterladen)  Als ich im Januar 1993 nach Prag kam, hatte ich recht vage Vorstellungen von der Goldenen Stadt. Ich war als Lehrer an das Gymnasium Na Prazacce vermittelt worden. In ihm werden tschechische Schüler von tschechischen und deutschen Lehrern unterrichtet und legen am Schluss das tschechische und das deutsche Abitur ab. Eine Neuheit, die nach der Samtenen Revolution von 1989 zwischen den Regierungen vereinbart worden war. Ein Beitrag zur tschechisch-deutschen Versöhnung. Die Schule befindet sich im Stadtteil Zizkov und liegt an der Konevova-Straße, benannt nach dem sowjetischen Marschall Marschall Konev, dessen Panzer [mehr]

Jul 032014
 

Der Mann, der den Zügen nachsah Von Georges Simenon Leseprobe  „… Kees Popinga gründet seinen fliegenden Haushalt und hält es für seine Pflicht, der französischen Polizei bei ihrer Untersuchung heimlich etwas nachzuhelfen. Wie oft leitet man aus irgendeiner winzigen Begebenheit große Gesetzmäßigkeiten ab. Als Popinga an jenem Morgen in den Spiegel sah – das war etwas, was er schon immer voller Ernst getan hatte -, bemerkte er, dass er sich seit seiner Abreise aus Holland nicht mehr rasiert hatte, und obwohl sein Bart weder besonders lang noch besonders dicht war, verlieh ihm das nicht gerade ein gewinnendes Aussehen. Er wandte [mehr]

Dez 202013
 

Am Rand die Mitte suchen Von Willibald Jacob, 2013 Überblick Inhalt Bestellung Leseproben Seite 240 – 246 und 276 – 279 Anmerkungen Links Überblick Familiengeschichte(n), Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert, Kirche und Staat am Ende des Konstantinischen Zeitalters. Der Autor erzählt, was ihm überliefert wurde und was er selbst erlebt hat bis zum Jahre 1966. Briefe an Kinder und Enkel, an Kollegen und Debattengegner, Dokumente der Zeitgeschichte nehmen bis 2012 kommende Situationen vorweg. Ab 1968 war Willibald Jacob Werktätiger in der Strasseninstandhaltung der DDR, BGL-Vorsitzender seines Betriebes, anschliessend Dozent für Evangelische Sozialethik bei der indischen Gossnerkirche, vorher Promotion [mehr]

Sep 282013
 

Die Haut Von Curzio Malaparte Italien zwischen Krieg und Frieden Wie lässt sich ein Sieg erringen ohne falschen Triumph? Leseprobe   Das Phantom des Alexander Wolf Von Gaito Gasdanow Das doppelte Phantom Melancholische Illusionslosigkeit Auf der Suche nach dem Phantom Rezensionsnotizen Leseprobe Links Curzio Malaparte – Wikipedia Gaito Gasdanow – Wikipedia   Leseprobe zu „Die Haut“ Da vernahm ich auf einmal menschliche Stimmen hoch über meinem Kopf. Ich schaute auf, und es schien mir, dass eine Doppelreihe von Bäumen an dieser Stelle die Straße einfasste; die Zweige neigten sieh auf mich nieder. Aber ich sah weder Stämme noch Zweige [mehr]

Aug 272013
 

Jesus ist ein Dalit, was bedeutet das? Von Henning Wrogemann Quelle: Interkulture Theologie und Hermeneutik, Seite 114 – 118 © 2012 by Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München PDF   (Adobe Reader herunterladen) Indien hat derzeit eine Bevölkerung von etwa 1,2 Milliarden Menschen. Die Hindu-Religionen sind mit über 70% der Bevölkerung die dominierende Kraft, Muslime machen etwa 12% aus, Christen dagegen nur 2,4%, was allerdings etwa eine Zahl von 28 Millionen Menschen ausmacht. [1] Obwohl Indien die numerisch größte Demokratie der Erde ist, ist die indische Gesellschaft noch weit von menschlicher Gleichbehandlung entfernt. Die Regierung versucht [mehr]

Jun 222013
 

Von Kalkutta über Fort William, Ahmednagar, Deolali, Dehra Dun, Neuengamme nach Bevensen Von Rolf Benkert PDF  (Adobe Reader herunterladen) Die englischen Militärs, denen wir unterstanden, behandelten uns äußerst fair, denn schließlich waren wir Zivilinternierte und keine Kriegsgefangenen. Das blieb auch so während der vielen Jahre in verschiedenen Lagern. Selbstverständlich bestand zwischen ihnen und uns eine gewisse Distanz und Reserve, aber unser Verhältnis entwickelte sich zu einer Art gentlemen’s agreement. Dazu kam noch, dass wir von der englischindischen Regierung außer den Lebensmitteln ein monatliches Taschengeld von 15 oder 20 Rupies erhielten, den genauen Betrag weiß ich nicht mehr. Wir nannten [mehr]

Jan 312013
 

Mission nachdenken Von Theodor Ahrens Auszug aus dem Kapitel „Das Kreuz mit der Gewalt“, Verlag Otto Lembeck, 2002, Seite 203 – 205 Die Frage, wo destruktive Gewalt in Erscheinung tritt, verbindet sich mit vielen Themen, wurzelt in vielen Situation, ist anscheinend jedem Trend verbunden, den wir ausmachen, taucht in nahezu jeder Perspektive auf, die ausgeleuchtet wird: Seien dies die weltweite Angleichung der Lebensstile, die die Globalisierung aufnötigt, seien es regional verankerte Gegenbewegungen, die auf dem ‚Recht anders zu sein‘ bestehen. Gewalt kehrt zurück in die alltäglichsten Orte und in die geheimsten Winkel unserer Gesellschaft. Die modernen Medien verstärken diesen [mehr]

Jan 272013
 

Die Lebensalter nach Romano Guardini Quelle für drei Abbildungen in Anlehnung an Dr. Peter Gruber/Stefan Latt: http://www.laterale.at/downloads/guardini_lebensalter.pdf Richtig alt werden Richtig alt werden kann nur der, der das Altwerden innerlich annimmt. Wenn das Alter nicht angenommen wird, dann erleidet er oder sie das Alter, es wird z.B. Jugendlichkeit vorgetäuscht. Wenn das Alter angenommen wird, wird diese Phase des Lebens wertvoller. Alter ist Leben von eigner Art und eignem Wert. »Voll-Enden« heißt, zu Ende bringen, aber so, dass darin das sich erfüllt, worum es geht. Im Maße der Annahme des Alters wird das Verhältnis zu den Jüngeren anders. Er anerkennt [mehr]

Mrz 012012
 

Von Peter Gottwald Lit Verlag, 2003, Auszug, Seite 182 – 187 4.3.2.3 Leben im Übergang vom Mythos zum Mentalen. Bei einzelnen Menschen regte sich offenbar, durchaus zeitlich einzuordnen etwa um 1000 vor unserer Zeitrechnung im Abendland eine neue Möglichkeit, in der Welt zu sein; eine neue Bewusstseinsstruktur trat in Erscheinung, ohne dass es eine Erklärung für dieses Auftreten gibt (Gebser). Ohne hier auf Einzelheiten einzugehen, soll hier mit Gebser von einem „Ich-Bewusstsein“ gesprochen werden als Ausdruck dafür, dass dieses neue Menschen-Wesen sich als eine unabhängige Einheit nun erstmals gegenüber einer „Welt“ wahrnimmt, die ergriffen und begriffen werden muss, wenn [mehr]

Feb 032012
 

Die Kraft des Lebensrückblicks Nach Verena Kast: Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben. Die Bedeutung unserer Freundschaften Bei einem Lebensrückblick wird man sich die verschiedenen Freundschaften in Erinnerung rufen. Waren es wirklich wohlwollende, tragende Freundschaften? Sich befreunden kann man sich nur mit Menschen, die sich im Laufe der Zeit als vertrauenswürdig erweisen. Vertrauen ermöglicht eine gute Nähe, ein Gefühl, dass wir uns auch in geheimen Regungen diesem Menschen zeigen dürfen, dass wir uns aber auch an diesen Menschen wenden können, wenn wir in irgendeiner Weise bedürftig sind, wenn wir emotional belastende Probleme haben. Bei einem Lebensrückblick mit Blick [mehr]