Gustav Hermann Gäbler, 18671918 (aged 50 years)

Name
Gustav Hermann Gäbler
Surname
Gäbler
Given names
Gustav Hermann
Birth September 19, 1867 31 24
Source: Gäbler 1938
Citation details:

Seite 73

Christening September 21, 1867 31 24 (aged 2 days)
Source: Taufe
Gäbler, Hermann
Gäbler, Hermann

Note: Taufe
Death of a maternal grandmotherChristiana Dorothea Engler
June 12, 1894 (aged 26 years)
MarriageHedwig BuckanView this family
October 2, 1894 (aged 27 years)
Source: Gäbler 1938
Citation details:

Seite 73

Death of a wifeHedwig Buckan
April 16, 1897 (aged 29 years)
Death of a daughterElisabeth Johanna Gäbler
July 2, 1897 (aged 29 years)
MarriageElisabeth Luise Emilie Helene ThomäView this family
September 11, 1900 (aged 32 years)
Source: Heirat
Gäbler, Hermann und Else
Gäbler, Hermann und Else

Note: Heiratsurkunde Vorderseite
Death of a fatherErnst Gustav Gäbler
November 20, 1904 (aged 37 years)
Source: Email
Citation details:

Ulrich Gäbler vom 06.06.2013

Death of a daughterHanna Elisabeth Gäbler
May 1, 1905 (aged 37 years)
Death of a motherErnestine Auguste Hiller
November 6, 1916 (aged 49 years)
Occupation
Missionar und Pfarrer

Source: Gäbler 1977
Citation details:

Heimat

Source: Gäbler 1977
Citation details:

Stützengrün

Residence

Death May 3, 1918 (aged 50 years)
Source: Tod
Gäbler, Hermann
Gäbler, Hermann

Note: Todesanzeige~~
Burial May 7, 1918 (4 days after death)
Source: Grab
Gäbler, Hermann
Gäbler, Hermann

Note: Grab
Religion
ev. luth.

Address

URL

Family with parents
father
Haus Dornhennersdorf Nr. 57 und Grundstück
18361904
Birth: August 17, 1836 29 25Polen
Death: November 20, 1904Polen
mother
Haus Dornhennersdorf Nr. 57
18431916
Birth: September 2, 1843 41 35Deutschland
Death: November 6, 1916Polen
Marriage
Marriage: June 18, 1866Dittelsdorf, Zittau, Kreis Görlitz, Sachsen, Deutschland
15 months
himself
Gäbler, Hermann
18671918
Birth: September 19, 1867 31 24Polen
Death: May 3, 1918Deutschland
3 years
younger brother
Haus Dornhennersdorf Nr. 57 und Grundstück
18701918
Birth: April 7, 1870 33 26Polen
Death: July 1, 1918Deutschland
8 years
younger brother
Gäbler, Julius
18781952
Birth: July 2, 1878 41 34Polen
Death: November 27, 1952Deutschland
Family with Hedwig Buckan
himself
Gäbler, Hermann
18671918
Birth: September 19, 1867 31 24Polen
Death: May 3, 1918Deutschland
wife
Gäbler, Hedwig
18721897
Birth: October 2, 1872Deutschland
Death: April 16, 1897Indien
Marriage
Marriage: October 2, 1894Trichinopoli, Tiruchirapalli, Indien
12 months
daughter
18951897
Birth: September 30, 1895 28 22Indien
Death: July 2, 1897Indien
16 months
son
Gäbler, Johannes
18971980
Birth: January 13, 1897 29 24Indien
Death: June 19, 1980Deutschland
Family with Elisabeth Luise Emilie Helene Thomä
himself
Gäbler, Hermann
18671918
Birth: September 19, 1867 31 24Polen
Death: May 3, 1918Deutschland
wife
Gäbler, Else
18781943
Birth: June 17, 1878 40 29Deutschland
Death: December 7, 1943Deutschland
Marriage
Marriage: September 11, 1900Gevensleben, Kreis Helmstedt, Niedersachsen, Deutschland
16 months
son
Gäbler, Paul
19011972
Birth: December 25, 1901 34 23Indien
Death: October 3, 1972Deutschland
15 months
son
Gäbler, Ernst
19031995
Birth: April 3, 1903 35 24Indien
Death: September 21, 1995Deutschland
22 months
daughter
19051905
Birth: January 15, 1905 37 26Indien
Death: May 1, 1905Indien
2 years
son
Gäbler, Gerhardt
19071974
Birth: March 20, 1907 39 28Indien
Death: August 8, 1974Österreich
BirthGäbler 1938
Citation details:

Seite 73

ChristeningTaufe
Gäbler, Hermann
Gäbler, Hermann

Note: Taufe
MarriageGäbler 1938
Citation details:

Seite 73

MarriageHeirat
Gäbler, Hermann und Else
Gäbler, Hermann und Else

Note: Heiratsurkunde Vorderseite
OccupationGäbler 1977
Citation details:

Heimat

OccupationGäbler 1977
Citation details:

Stützengrün

DeathTod
Gäbler, Hermann
Gäbler, Hermann

Note: Todesanzeige~~
BurialGrab
Gäbler, Hermann
Gäbler, Hermann

Note: Grab
SourceGäbler 1938
Citation details:

Seite 73

Occupation
Occupation
Note

Ordiniert am 19.05.1891 in der Thomaskirche in Leipzig. Ab 1891 Missionar in Indien, zuletzt Pfarrvikar in Stützengrün. Webseite: http://gaebler.info/ahnen/gaebler/hermann.htm

Gedenken Hermann Gäbler Orgelvesper, Kirche Stützengrün, 3. Mai 2018 Liebe Konzertbesucher- und besucherinnen, im Namen der Nachkommen von Pfarrer Gäbler danke ich dafür, dass Sie sich mit uns in diesem Orgelkonzert an ihn erinnern. Hermann Gäbler starb genau heute vor 100 Jahren drüben im Pfarrhaus, in seinem 51. Lebensjahr. Unübersehbar erinnert an ihn sein Grabstein auf dem Friedhof. Kein Angehöriger der Enkelgeneration, die heute hier vertreten ist, hat ihn gekannt. Er starb lange bevor wir auf der Welt waren. Wegen der besonderen Lebensumstände als Missionar gibt es keine Familienerzählungen über ihn. Umso wertvoller wurden unserer Familie die Stützengrüner Kirche und der Grabstein, beide als greifbare Erinnerungen an den uns so fern gebliebenen Grossvater. In den letzten Jahren habe ich die schriftlichen Zeugnisse über ihn gesammelt, zum Beispiel Briefe, Manuskripte von Predigten, amtliche Zeugnisse, Beschlüsse der Missionsbehörden. Daraus ist ein Buch entstanden, das vor wenigen Wochen erschien. Seine Lebensgeschichte steht nun heller vor Augen. Gäbler stammte aus einer ärmlichen Bauern- und Weberfamilie der Oberlausitz. Keiner der 40 Missionarskollegen seiner Zeit war aus dieser sozialen Schichte. Unter den Söhnen bessergestellter Familien hatte er Entschlossenheit und Kraft nötig, um seinen Platz zu finden. Allerdings schärfte die bäuerliche Abkunft seinen Blick für die sozialen und ökonomischen Nöte der indischen Landbevölkerung, eine Haltung die erst in jüngster Zeit für die Missionsarbeit selbstverständlich geworden ist. Er förderte das Anlegen von Brunnen und Strassen und prangerte die bis heute anhaltende Unterdrückung von Frauen und Mädchen an. Als 24jähriger reiste er nach Indien aus. Zu seinem Leben als Missionar gehörten familiäre Schicksalsschläge und eine anhaltend schwache Gesundheit. Erst nach drei Jahren konnte er seine tiefreligiöse Verlobte endlich heiraten. Das Familienglück mit den beiden Kindern fand ein jähes Ende, als seine Frau an Malaria starb und ihr kurze Zeit später das zweijährige Töchterchen in den Tod folgte. Das erst halbjährige Söhnchen nahm eine befreundete Missionarsfamilie bei sich auf, später kam es unter die Obhut der Grosseltern in der Lausitz. Eine zweite Ehe ging Hermann Gäbler während seines Heimaturlaubes 1m Jahre 1900 ein. Die elf Jahre jüngere Frau stammte aus einer Braunschweiger Pfarrer- und Kaufmannsdynastie, sozial wie religiös ein ganz anderes Milieu. Die schlichte Frömmigkeit Hermanns mit täglichem Gebet und Bibellese war ihr fremd, erst langsam wurde diese Praxis auch ihr zur Selbstverständlichkeit. Das Ehepaar hatte vier Kinder, und wieder starb eine Tochter im frühesten Alter. Gäbler leitete eine grosse Missionsstation. Nach ein paar Jahren musste er einsehen, dass diese Arbeit seine Kräfte überstieg. So wechselte er als Sekretär in die indische Leitungsbehörde der Leipziger Mission. Der Erste Weltkrieg änderte schlagartig die Lage der deutschen Missionare, da die britischen Kolonialbehörden sie als Angehörige der feindlichen Kriegsmacht ansahen. Sie mussten Indien verlassen. Knapp zwei Jahre nach Kriegsausbruch kehrte Hermann Gäbler mit seiner Ehefrau nach Deutschland zurück. Die Leipziger Missionare fanden Anstellung in deutschen Landeskirchen. Gäbler war allerdings so geschwächt, dass er erst im Dezember 1916 hier in Stützengrün als Pfarrer anfangen konnte. Er sah seiner Aufgabe mit Bangen entgegen. Die gebirgige Lage und das raue Klima machten dem tropengewohnten Pfarrer zu schaffen. Nur 17 Monate wirkte Gäbler in der Stützengrüner Kirchgemeinde. Er hielt jeden Sonn- und Feiertag Gottesdienst, dazu kamen Bibelstunden, Konfirmandenunterricht, Glaubensunterweisung und vor allem zahlreiche Begräbnisse. Allgegenwärtig war die Not des Krieges, vor allem mangelte es an ausreichenden Nahrungsmitteln und an Heizmaterial. In der Kirche war der Krieg auf besondere Weise präsent. Für jeden Gefallenen hing man an den Emporen einen Kranz auf - bei etwa 2600 Einwohnern zählte Stützengrün mehr als 100 Kriegstote. Entschieden ist Gäblers Haltung zum Krieg. Bei Katholiken und Protestanten war es üblich geworden, den Soldatentod als ein Opfer für das Vaterland zu loben und ihn in die Nähe des Leidens und Sterbens Christi zu rücken. Hermann Gäbler hatte nichts übrig für diese religiös begründete Verteidigung des Krieges. Seiner Ueberzeugung nach ist der Krieg mit allen seinen Gräueln vielmehr ein furchtbares Gericht Gottes über das deutsche Volk. Jetzt sei Busse und Umkehr nötig, um in der notvollen Zeit neuen Trost und frische Zuversicht zu finden.
Den ganzen Winter 1917/1918 kämpfte Gäbler mit Kopfschmerzen und Erkältungen. Besorgt stellte sein Frau fest: „Er war oft elend“. Gegen Ende April erkrankte er, den Sonntagsgottesdienst vom 28. April konnte er noch halten. Auf dem Weg von der Kirche zurück ins Pfarrhaus musste man ihn stützen. Rasch verschlechterte sich sein Zustand. Am Freitag früh, den 3. Mai, starb er. Die Gemeinde nahm am Totenbett von ihm Abschied. Mir ist es eine kostbare Erinnerung, dass mir Ihr Gemeindeglied Wally Tröger erzählte, wie sie als Kind mit ihrer Mutter an der Bahre von Hermann Gäbler stand. Zum Begräbnis kamen mehrere frühere Missionare. Bei ihnen entstand der Plan, für einen würdigen Grabstein zu sorgen. Man veranstaltete eine Geldsammlung, zu deren Ergebnis Gäblers ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden einen wesentlichen Beitrag leisteten. So weist der Grabstein zurück auf sein Leben und auf die ihm anvertrauten Menschen sowohl in Indien wie hier in Stützengrün. Ulrich Gäbler

Note
Christening
Note: Taufe
Marriage
Note: Heiratsurkunde Vorderseite
Death
Note: Todesanzeige~~
Burial
Note: Grab
Media object
Note: 1867 - 1918
Media object
Note:
Media object
Note:
Media object
Note: Heiratsurkunde Rückseite
Media object
Note: Trauschein
Media object
Note: Hochzeit 1900
Media object
Note:
Media object
Note: Gerhardt, Ernst und Paul ~~Weihnachten 1919
Media object
Note: 1911~~Heinrich, Helene Else Hermann~~Paul, Martin, Ernst~~Gerhardt, Hans
Media object
Note: Trauungsregister