Jun 102019
 

Offener Brief an die Leitung der Evangelischen Kirche in Deutschland Berlin. 5. Juni 2019 Wir schreiben diesen Offenen Brief, weil wir höchst beunruhigt und besorgt sind über die Folgen des Beschlusses des Bundestages vom 17.Mai 2019. Er bezeichnet unter der Überschrift „Der BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten -Antisemitismus bekämpfen“ die Bewegung für Boykott, Investitionsentzug und Sanktionen als antisemitisch und ruft Länder, Städte und Gemeinden und alle öffentlichen Akteurinnen und Akteure dazu auf, die BDS-Bewegung ebenfalls als antisemitisch zu bewerten und sich den gegen sie beschlossenen Maßnahmen anzuschließen. Zu den angesprochenen öffentlichen Akteuren gehören auch die Kirchen, die sich vielfältig in Programmen, [mehr]

Feb 272019
 

The Ecumenical Assembly in the GDR 1989 against the Background of Global Dangers 2019 German Website Thirty years after the beginning of the Autumn Revolution, thirty years after the fall of the Wall, thirty years after the end of the GDR, successes and failures in the German unification process are finally being openly debated. We remember the Ecumenical Assembly in the GDR, which ended thirty years ago, on 30 April 1989, and with its demands for democratic reforms gave essential impulses for the peaceful revolution in autumn 89. The Ecumenical Assembly thought beyond the GDR when it discussed justice, [mehr]

Feb 262019
 

Die Ökumenische Versammlung in der DDR 1989 vor dem Hintergrund globaler Gefahren 2019 Englische Webseite Dreißig Jahre nach dem Beginn der Herbst- Revolution, dreißig Jahre nach dem Fall der Mauer, dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wird endlich über Erfolge und Versäumnisse im deutschen Einigungsprozess offen gestritten. Wir erinnern an die Ökumenische Versammlung in der DDR, die vor dreißig Jahren, am 30. April 1989, zu Ende ging und mit ihren Forderungen nach demokratischen Reformen wesentliche Impulse für die friedliche Revolution im Herbst 89 gab. Die Ökumenische Versammlung dachte über die DDR hinaus, als sie über Gerechtigkeit, Frieden und [mehr]

Mrz 052018
 

Wir sagen Nein zu Atomwaffen und zur atomaren Teilhabe Deutschlands Ein Appell an die Regierung, an unsere Kirchen und an uns selbst Ein oekumenischer Aufruf gegen die Verdrängung der atomaren Gefahr Wir erinnern daran, dass vor siebzig Jahren in Amsterdam der Weltrat der Kirchen gegründet wurde. Von 1948 bis in unsere Tage hinein hat der Weltrat sich nachdrücklich und vehement gegen Atomwaffen ausgesprochen. Unter keinen Umständen dürfe es wieder zu einem Einsatz von Atomwaffen kommen. Nach Hiroshima und Nagasaki waren solche Bekundungen nur zu verständlich. Aber die Oekumenische Bewegung ist auch in den Jahrzehnten nach dem ersten Atomwaffenabwurf bei [mehr]

Mai 032017
 

Nicht Offenheit, Abgrenzung bestimmt unser Leben Von Gerhard Rein, 1. August 2006 Auf unserer Seite hat die Straße, in der wir leben, nur elf Hausnummern. Alte, großbürgerliche, vierstöckige Gebäude, errichtet zwischen 1896 und 1903. Mit stuck- und gemäldeverzierten Eingängen, Seitenflügel und Hinterhaus, das man hier in der Gegend euphemistisch Gartenhaus nennt. Sechs der elf Häuser haben den letzten Krieg einigermaßen überstanden. Auf den Trümmern der anderen fünf können die dort hochgezogenen Neubauten aber mit den alten Gemäuern nicht konkurrieren, die die Blicke der Touristen auf sich ziehen. Im Haus Nummer 5 residiert seit einigen Monaten ein russisches Reisebüro, das [mehr]

Apr 132017
 

Texte, Notizen und Gespräche eines Korrespondenten Von Gerhard Rein Inhalt Leseprobe Der Inhalt Gerhard Rein Laudatio Zurück in die vertraute Vergangenheit Keine Empörung. Nirgends Leseprobe Unsere Gesellschaft verändert sich dramatisch. Sie hat sich von dem Konzept einer Weltinnenpolitik verabschiedet. Sie lässt sich nicht mehr leiten von Konsens, sondern von Konflikt. Was nach dem Desaster des Zweiten Weltkrieges nicht vorstellbar war, erlebt in Deutschland zur Zeit eine traurige Wiederkehr: ein militarisiertes Denken hält erneut Einzug in unsere alltägliche Politik. Eine militärische Komponente begleitet wirtschaftliche und politische Entscheidungen. Konservative, Sozialdemokraten und Bündnis-Grüne stellen diesen Wechsel nicht infrage. Er stellt auf den [mehr]

Jun 042015
 

Initiative für eine neue Ostdenkschrift Fünfundzwanzig Jahre nach Ende des Kalten Krieges ist die internationale Sicherheit  erneut bedroht. Der Krieg in der Ukraine hat zu besorgniserregenden Spannungen  zwischen Russland und der NATO geführt. Ein neuer Rüstungswettlauf droht. An den Ursachen der schwerwiegenden Krise sind beide Seiten beteiligt. Russland durch seine völkerrechtswidrige Annexion der Krim, durch seine Einmischung in der Ost- Ukraine, die NATO durch ihre Osterweiterung, die Europäische Union durch das Versäumnis, bei den Verhandlungen um ein Assoziierungsabkommen mit der Ukraine Russland einzubeziehen. Überwunden geglaubte Feindbilder und konfrontative Politikmuster bestimmen erneut die Diskussion. Entspannungsbemühungen werden durch demonstrative Aufrüstungsgesten beider [mehr]

Feb 232015
 

  Von Gerhard Rein, 23.02.2015 Endlich kann ich mich einmal solidarisch fühlen mit dem Bundespräsidenten. Endlich stehen wir Seit an Seit gegen die Welt des Bösen. In den längeren Dossiers der Staatssicherheit war ich ja längst enttarnt und aufgeflogen. Meine Kommentare und Berichte aus der DDR bewiesen eindeutig, dass ich Anti- Kommunist sei. Das las ich immer wieder. Tempi passati. Aber gestern, als ich im Fernsehen auf dem Maidan den Aufmarsch der wahren und einzigartigen Anti- Kommunisten unserer Epoche beobachtete, fiel ich wieder zurück in die alten Zeiten. Und war endlich wieder dem selbsterklärten deutschen Anti- Kommunisten und Bundespräsidenten [mehr]

Nov 132014
 

Gnadenlos Von Gerhard Rein, 11.11.2014 PDF  (Adobe Reader herunterladen)  Die Richtlinien der politischen Debatte bestimmt der Bundespräsident. Das ist ohne Zweifel ein bemerkenswerter Wandel. Selbst am Abend des 9. November, als nicht wenige Berliner ob des anhaltenden Jubels schon einigermaßen ermattet ihr Zuhause herbei sehnten, konnte Günter Jauch nicht davon lassen, bei seiner talk-Rückschau auf 25 Jahre Mauerbau nach der Zukunft Thüringens und der direkten Interventionen des Bundespräsidenten zu fragen. Die war ja eine Woche zuvor in der Sendung „Bericht aus Berlin“ erfolgt, in der Gauck schwere Bedenken gegen einen möglichen Ministerpräsidenten erhob, den die Partei Die Linke zu [mehr]

Aug 042014
 

Von Gerhard Rein, Ende Juli 2014 Der Islam gehört zu Deutschland. Seit ein paar Jahren. Der Antisemitismus gehört zu Deutschland. Seit Jahrhunderten. Wissenschaftler haben immer wieder darauf hingewiesen, dass es in der deutschen Gesellschaft einen Bodensatz an Antisemitismus gibt, der ziemlich konstant zwischen fünf und zehn Prozent liegt. Wenn nun also der Bundespräsident und die Kanzlerin fast im Duett erklären, es gäbe in Deutschland keinen Platz für Antisemitismus, weder linker noch rechter, noch islamischer Couleur, dann ist das so geschichtsvergessen, so oberflächlich, so wohlfeil, dass ich nur den Kopf schütteln kann. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden in [mehr]