Sep 102019
 

Willibald Jacob (26.1.1932 – 3.7.2019) Willibald Jacob ist am 3. Juli 2019 verstorben. Er war bis zu seinem Ende sehr präsent, aber zuletzt auch sehr müde. Am 12. Juli, fand die Trauerfeier und die Beerdigung auf dem Friedhof in Weißensee statt. Den Gottesdienst mit einer großen Gemeinde, zu der neben Kindern und Enkel viele WeggefährtInnen aus den verschiedenen Arbeitsfeldern und Lebensphasen von Willibald gehörten, leitete Bruno Müller, Pfarrer i.R. aus Berlin-Ahrensfelde. Er zeichnete Willibalds Lebensweg nach als den eines Ökumenikers im Denken, Reden, Schreiben und im Handeln, angefangen von den ökumenischen Aufbaulagern bis hin zu den Gossner-Kontakten nach Indien [mehr]

Jul 162019
 

Ein Wort zu Bischof Dr. Wolfgang Huber Von Willibald Jacob, 2004 Während eines Urlaubs in einem entlegenen Schweizer Bergtal lerne ich eine Gruppe von Nachbarinnen kennen, Katholiken, Protestanten und Atheisten, die sich mit aktuellen Fragen befassen. Die Einladung zu ihren Versammlungen im Halbjahr 2004/2005 beginnt mit den Worten: »Karriere, Reichtum, Macht, Leistung, Ansehen. Schlagworte, die in unserer neoliberalen Gesellschaft zählen. Schließlich ist >jeder seines Glückes Schmied<. Tatsächlich? Die Hungernden, Unter­drückten, Ausgebeuteten, Kranken, die Opfer von Terror und Ge­walt. Der Gott der Bibel ist ein parteiischer Gott, er stellt sich auf die Seite der Kleinen und Schwachen, ergreift die Option [mehr]

Jun 102019
 

Offener Brief an die Leitung der Evangelischen Kirche in Deutschland Berlin. 5. Juni 2019 Wir schreiben diesen Offenen Brief, weil wir höchst beunruhigt und besorgt sind über die Folgen des Beschlusses des Bundestages vom 17.Mai 2019. Er bezeichnet unter der Überschrift „Der BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten -Antisemitismus bekämpfen“ die Bewegung für Boykott, Investitionsentzug und Sanktionen als antisemitisch und ruft Länder, Städte und Gemeinden und alle öffentlichen Akteurinnen und Akteure dazu auf, die BDS-Bewegung ebenfalls als antisemitisch zu bewerten und sich den gegen sie beschlossenen Maßnahmen anzuschließen. Zu den angesprochenen öffentlichen Akteuren gehören auch die Kirchen, die sich vielfältig in Programmen, [mehr]

Apr 122019
 

Ein Leben für die Mission Von Friedhelm Beyreiß Teil 1 Inhalt Vorwort Kindheit und Ausbildung Unterwegs nach Indien Tranquebar 1877-1879 Majaveram 1879-1887 Madras 1887-1890 Erster Heimaturlaub 1890/91 Tranquebar 1891-1893 Madras 1893 – 1901 Zweiter Heimaturlaub 1901 – 1903 Fortsetzung Teil 2 Vorwort Schon als Kind wurde ich mit dem Leben und Wirken meines Urgroßvaters, des Missionars Johannes Kabis bekannt gemacht. Da gab es im mütterlichen Nähzimmer eine Vitrine, in der sich Muscheln, Elefanten aus Ebenholz, geschnitzte Figuren und steinerne Hindugottheiten befanden, aber auch so exotische Dinge wie das Skelett einer Schlange, eine irdene Rassel oder unbekannte Früchte und Samenkapseln. [mehr]

Sep 132018
 

Von Sumatra nach Kaiserswerth Von Dietlind Klappert Inhalt Kaiserswerth Barbarossaschule 1947-1950 Ein geschichtsträchtiges Städtchen Die Hungerwinter 1947/48 Haus Heimatfreude Das erste Zuhause in Deutschland Wie wir Geschwister lernten, einen Vater zu haben Kindliche Albträume Großeltern, Tanten und Onkel Im Tropengenesungsheim Vom „Gefängnis Nachkriegsdeutschland“ in die Freiheit der Schweiz Neuorientierung der Eltern 1949 Angekommen in Deutschland Der Horizont weitet sich Aufbau nach der Währungsreform Neue Horizonte 1950 Rhein bei Kaiserswerth Danksagung Was uns prägt Links http://gaebler.info/f/Dietlind_Klappert_Kaiserswerth.pdf PDF dieser Webseite mit vielen Bildern – 2,1 MB Kaiserswerth Wer heute durch Kaiserswerth bei Düsseldorf schlendert, findet Erholung auf einem Spaziergang am Rhein. [mehr]

Jun 012018
 

2375 Tage im „Paradies“ und im „Wunderland“ gefangen Von Erich Klappert Dem Gedächtnis der 411 untergegangenen Mitinternierten beim Untergang der „van Imhoff“ am 19.01.1942. Besonders zur Erinnerung an die dabei mit untergegangenen sechs Missionaren der Rheinischen Mission. Im 150. Jubiläumsjahr der VEM (vormals Rheinische Mission) 1828-1978, was zugleich in mein 70. Lebensjahr fällt. Inhalt EINE GEGENÜBERSTELLUNG Der Tobasee Das Tobaland Einige Vergleiche zwischen Indonesien und Indien Wunderland Indien DIE GEFANGENSCHAFT IN SUMATRA (10.05.1940 – 28.12.1941) 1. Die Zeit in Fort de Kock (Bukit Tinggi) (12.05.1940 – 05.10.1940) 2. Die Zeit in der Alasvallei (08.10.1940 – 22.12.1941) Aktuelles aus zensierten [mehr]

Mai 192018
 

Die Indische Bibel eines Stralsunder Missionars ist zurück in der Hansestadt und nun Zeitzeugnis der Missionsgeschichte Von Christine Senkbeil Ihr Rücken ist schmal und ihr Einband zählt nicht zu den prunk­vollsten. Und doch ist mit der ,Bib­lia Damulica’ ein Buch großen Wertes nach Stralsund zurückge­kehrt. Es ist die indische Version des Matthäus-Evangeliums. Doch was sie zu berichten hat, geht noch weit über ihren Inhalt hin­aus. Sie ist ein Zeitzeugnis der Mis­sionierungen auf dem fernen Kon­tinent und erinnert an den Missio­nar Johann Balthasar Kohlhoff. Bücher machen neugierig. Be­sonders alte Bücher. Und am meisten die, deren Inhalt fürs erste ein Rätsel [mehr]

Mrz 302018
 

Beitrag der christlichen Friedensgruppen in der DDR für die friedliche Revolution Anfang Oktober 1989, erreichten die Friedensgebete in der DDR mit anschließenden Prostestmärschen ihren Höhepunkt. Das Ende der DDR war besiegelt. Von Joachim Garstecki So unbestritten der Beitrag der Kirchen in der DDR zur friedlichen Revolution 1989 unter Zeitgeschichtlern wie Zeitzeugen zwanzig Jahre danach ist – es lohnt sich genauer hinzuschauen, wer und was damit gemeint ist. Die einen nennen sie kurz und knapp „die protestantische Revolution“, wie der Journalist Gerhard Rein. Sie bringen damit zum Ausdruck, dass den evangelischen Kirchen das historische Verdienst zukommt, im richtigen Moment am [mehr]

Mrz 052018
 

Wir sagen Nein zu Atomwaffen und zur atomaren Teilhabe Deutschlands Ein Appell an die Regierung, an unsere Kirchen und an uns selbst Ein oekumenischer Aufruf gegen die Verdrängung der atomaren Gefahr Wir erinnern daran, dass vor siebzig Jahren in Amsterdam der Weltrat der Kirchen gegründet wurde. Von 1948 bis in unsere Tage hinein hat der Weltrat sich nachdrücklich und vehement gegen Atomwaffen ausgesprochen. Unter keinen Umständen dürfe es wieder zu einem Einsatz von Atomwaffen kommen. Nach Hiroshima und Nagasaki waren solche Bekundungen nur zu verständlich. Aber die Oekumenische Bewegung ist auch in den Jahrzehnten nach dem ersten Atomwaffenabwurf bei [mehr]