Mai 162017
 

Pfarrer Thomas Müntzer und die deutschen Bauernkriege Thementag zum Reformationsjubiläum am 27. Mai 2017 in Magdeburg Von Pfarrer Dr. Willibald Jacob Inhalt Einleitung – 27. Mai 1525  1. Der neue Gottesdienst  2. Müntzer und die politische Ökonomie der Bauern  3. Reformatorische Theologie und Sozialethik der Bauerngemeinden  Ausblick – Werner Tübke  Anhang – Die zwölf Artikel der schwäbischen Bauern 1525  Anmerkungen  Literatur zum Weiterlesen  Links Einleitung – 27. Mai 1525 443 Jahre nach der Hinrichtung von Thomas Müntzer am 27. Mai 1525 erschien die erste kritische Gesamtausgabe seiner Schriften1. 443 Jahre hat die protestantische Christenheit gebraucht, hat die evangelische Theologie benötigt, [mehr]

Jan 192017
 

Martin Niemöller am 26. Juli 1961 in Treuenbrietzen Von Willibald Jacob In jedem Jahr unternimmt der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mindestens eine Vortragsreise in die DDR und besucht dabei fast an jedem Tag eine Kirchengemeinde; wenn nicht gar zwei. Viele Menschen möchten diesen Mann hören, andere bleiben mit deutlicher Ablehnung zu Hause. Im Frühsommer 1961 gebe ich bekannt, dass ich Martin Niemöller nach Treuenbrietzen eingeladen habe. Ein Ladenbesitzer reagiert: „Wenn Bischof Dibelius gekommen wäre, dann hätten wir unser Geschäft zugemacht und wären in die Kirche gekommen.“ Der synodale (politische) Disput von 1950 beginnt auf einer [mehr]

Jan 152017
 

Erinnerung an 33 Jahre Sozialarbeit in Indien Protokoll einer Reise nach Indien vom 23. Oktober bis 6. November 2016 Von Willibald Jacob, Govindpur/Berlin 2016 Arbeitsgemeinschaft Indien Craftsmen Trainings Center (CTC) und Entwicklungspolitische Gesellschaft (EPOG) bei Solidaritätsdienst Interntional e.V. (SODI) Inhalt Erste und letzte Eindrücke Einige der letzten Dörfer der Welt 25. Oktober 2016 – Burda in Westbengalen 26. Oktober 2016 – Fahrt nach Govindpur Exkurs: Aufstand im Dschungel 27. Oktober 2016 – Die Kirchenfarm und Benjamin’s Wald 27. Oktober 2016 – Das Dorf Chalungi 28. Oktober 2016 – Fahrt in den Urwald: Kahupani 29. Oktober 2016 – Auf dem [mehr]

Jan 142017
 

Bauern – Pastoren – Handwerker Von Willibald Jacob  Inhalt Vorwort   Zehn Dorfgeschichten Kaika – Vorbild am Rande des Dschungels  Govindpur-Gusatoli – Der Dorftischler wird Fahrlehrer   Burda – Von der Fahrschule zur Schmiede  Nunia – Pracharak und Zuckerrohrbauer Lomboi-Ginikera – Die ambulante Fahrschule  Govindpur – Holzmangel, der Teich und der deutsche Baumgärtner  Bano-Lacheagarh – Fahrschule, Reparaturwerkstatt und der Pfarrer als Betriebsleiter Karimati – Die Mangoplantage und der Parish Chairman als Baumgärtner Hulhundu – Wissenschaft und Natur Kahupani – ein Neuanfang – ein Weg wohin?  Fünf Gedanken zur Arbeit der Craftsmen Training Centres  Jugend ohne Bildung?   Kooperation mit Nichtchristen  Training [mehr]

Dez 202016
 

Grenzen und Kolonialismus Von Willibald Jacob, Pfingsten 2016 Ein uraltes Thema. Und wir haben einen der größten Dichter als Zeugen: Homer. Sein Anti-Kriegs-Drama „Ilias“ handelt von Grenzen, der Entstehung von Reichen, von Kriegen zwischen der Hüterin der Meerenge Troja und in seiner „Odyssee“ von den Kolonien der Griechen. Der Krieg gehört zu Grenzen und Kolonien. Als Troja unterging, floh der legendäre Gründer Roms, Äneas. Fortsetzung

Apr 272016
 

Osterpredigt in der Friedenskirche der Stephanus-Stiftung in Berlin-Weißensee 27. März 2016 zu den Texten 1. Korinther 15, 1-11 und Mk. 16,1-8 Von Willibald Jacob Ich blicke zurück auf das Jahr 1950. Vor gut 65 Jahren fand hier an dieser Stelle in der Friedenskirche der Stephanus-Stiftung die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland statt, die sogenannte Friedenssynode. Ihre zentrale Botschaft lautete: Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein! Diese Botschaft füge ich den Texten des heutigen Ostersonntags hinzu: Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein! Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde, wir hören beide Texte für die Predigt. Paulus schreibt [mehr]

Dez 072015
 

Treuenbrietzener wollen Aaron Isaak ehren Von Thomas Wachs Aaron Isaak (1730-1816) soll in seiner Geburtsstadt Treuenbrietzen eine Würdigung erfahren. Zu seinem 200. Todestag sollte ihm die Stadt im Jahr 2016 einen Gedenkstein errichten. Das schlägt die Fraktion der Linken vor. Isaak gründete die Jüdische Gemeinde in Stockholm und war der erste Jude, der sich in Schweden niederließ, ohne zur lutherischen Kirche zu konvertieren. Aaron Isaak Foto: Tupsharru Die Stadt Treuenbrietzen sollte ihrem berühmten Sohn Aaron Isaak einen Gedenkstein in der Nähe des jüdischen Friedhofes widmen. Das schlug die Fraktion Die Linke in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vor. Diese [mehr]

Okt 232015
 

Ökumenischer Jugenddienst seit 1955/1956 – Seniorenkreis Konvent in Neudietendorf  26. – 30. September 2015 „Anpassen – Beharren – Widerstehen“ Die volkseigene Erfahrung Von Willibald Jacob Einführung und Fragen von Christoph Gäbler sowie Willibalds Antworten Mein erstes Aufbaulager war 1957 in Berlin. Neu für mich war, dass das Aufbaulager ein weltliches Projekt in Weißensee zusammen mit der NVA dem Nationale Aufbauwerk war. Neu für mich war das christliche Motto von Dietrich „Suchet der Stadt Bestes in der DDR“. Neu für mich war, dass in Mainz-Kastel 1950 ein Zentrum für kirchlichen Dienst in der Industrie-Gesellschaft entstand, dass von der Gossner Mission [mehr]

Sep 142015
 

Leseprobe aus dem Buch „Die volkseigene Erfahrung“ Von Willibald Jacob Der Kolonialismus hat sich verwandelt. Und uns ist in einer 30jährigen indischdeutschen Partnerschaft die Bedeutung und Realität des Lokalen im Verhältnis zum Globalen aufgegangen wie nie. Global denken – lokal handeln. Mit der Ermordung von General Schneider in Chile und von Präsident Salvador Allende am 11.9.1973 taten die neoliberalen Ökonomen der USA den ersten Schritt auf dem Weg zu einer unipolaren Wirtschaftsordnung, in der die privaten Direktinvestitionen den Vorrang haben samt Deregulierung der Märkte und einer allgemeinen Reprivatisierung. Eine Welle der Strukturanpassungsreformen ging über die Länder der sog. Dritten Welt. Für die [mehr]

Sep 142015
 

Nachwort zu dem Buch „Die volkeigene Erfahrung“ von Willibald Jacob Von Josef Göbel Die Biographie eines gesellschaftspolitisch-christlich orientierten Menschen wie es Willibald Jacob ist, wird immer eine politische Biographie. Schon in dem ersten Teil: „Vom Rande die Mitte suchen“ ist mehr als nur der persönliche Lebenslauf nachgezeichnet. Noch deutlicher ist das in diesem zweiten Teil. Der Titel kündigt das ausdrücklich an. Der Autor will sich gar nicht mehr nur auf die persönliche Erfahrung verlassen, sondern eine volkseigene Erfahrung bewusst machen und nicht verloren gehen lassen.  Diese Erfahrung ist nicht so einfach festzumachen wie die leicht manipulierbare vox populi. Darum [mehr]